Krafton zieht beim nächsten PUBG-Ableger die Reißleine: Die Entwicklung von PUBG: Black Budget ist beendet. Das hat PUBG Studios am 1. Oktober in einem Entwickler-Update auf der Steam-Seite des Spiels mitgeteilt. Einen Releasetermin hatte der Extraction-Shooter nie erhalten, über zwei geschlossene Alpha-Tests kam er nicht hinaus.
Was das Studio sagt
Zur Begründung bleibt die Mitteilung auf Steam knapp: Nach einer Prüfung von Entwicklungsstand und Ausrichtung sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Spiel in seiner aktuellen Form kein Erlebnis biete, das Spieler:innen langfristig Freude bereite. Die Erkenntnisse aus Entwicklung und Tests sollen in künftige Projekte einfließen. Konkretere Gründe, etwa zu Zahlen oder zu den Folgen für das Team, nennt das Studio nicht.
Zwei Alpha-Tests, kein Release
Black Budget war als Shooter in der Ego-Perspektive angelegt: Als Söldner sollten Spieler:innen auf einer Insel, die in einer Zeitschleife gefangen ist, geheime Technologie aus einer verlassenen Forschungsanlage bergen und lebend wieder herauskommen – das typische Extraction-Prinzip, kombiniert mit Elementen aus dem Battle-Royale-Vorbild. Die erste geschlossene Alpha lief im Dezember 2025 über Steam, die zweite startete Ende Juni 2026. Laut Insider Gaming kam das Spiel in den frühen Tests auf knapp 10.000 gleichzeitige Spieler und tauchte zeitweise in den Wunschlisten-Charts von Steam auf. Die Steam-Seite von PUBG: Black Budget ist derzeit noch erreichbar; einen Preis oder eine Kaufoption gab es dort nie.
Der zweite gestoppte Ableger in diesem Jahr
Für Krafton ist es bereits das zweite PUBG-Experiment, das 2026 endet. Der 5-gegen-5-Taktikshooter PUBG: Blindspot startete am 5. Februar in den Early Access und wurde am 30. März wieder abgeschaltet – nach gerade einmal 53 Tagen. Parallel arbeitet PUBG Studios weiter am Ausbau der Marke: Auf der Gamescom 2026 wurde mit PUBG: DED.NET ein weiterer Ableger vorgestellt, der statt auf Battle Royale auf Roguelite-Fortschritt über mehrere Runden setzt.
Was bleibt für Spieler:innen
Wer Black Budget auf der Wunschliste hatte, muss nichts unternehmen – gekauft werden konnte das Spiel nie, es fallen also auch keine Erstattungen an. Die Mitteilung bezieht sich ausschließlich auf Black Budget, das Hauptspiel PUBG: Battlegrounds wird darin nicht erwähnt. Ob Ideen aus Black Budget dort oder in DED.NET wieder auftauchen, lässt die Mitteilung offen.
